Chronische Schmerzen


Jedem Schmerz liegt ursprünglich ein krankhaftes Geschehen zugrunde, wie zum Beispiel eine Verletzung, Entzündung oder etwas das auf eine Nervenendigung drückt. Ärzte versuchen meist, die Ursache des Schmerzes zu finden und zu heilen. Oft gelingt dies aber nicht – der Schmerz hat sich „selbständig“ gemacht – Nervenzellen leiten den Schmerz weiter, der keinem oder einem längst abgeklungenen krankhaften Prozess entspringt.

Ob die Schmerzen vom Rücken, den Gelenken, dem Kopf oder von inneren Organen ausgehen – kein Mensch kann längerfristig schwere Schmerzen aushalten. Daher produziert der Körper selbst schmerzlindernde Substanzen (z.B. Endorphine). Schmerzmedikamente ahmen diese Wirkung nach; entweder wirken sie entzündungshemmend oder sie dämpfen das Schmerzerleben im Gehirn. Diese Substanzen haben jedoch Nebenwirkungen oder sie wirken zu kurz um wirklich Erleichterung zu bringen. Daher werden in der Schmerztherapie andere Konzepte angewandt.

Chronische Schmerzen sind über drei bis sechs Monate anhaltende oder in diesem Zeitraum häufig wiederkehrende Schmerzen und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen stark. Die wiederholten Schmerzreize hinterlassen Schmerzspuren und es entwickelt sich ein Schmerzgedächtnis. Somit nehmen die Betroffenen schon geringste Schmerzreize oder sogar Berührungen als unangenehm wahr.

Im Unterschied zu akuten Schmerzen stellen chronische Schmerzen kein sinnvolles Alarmsignal dar, das beispielsweise auf eine Verletzung oder Erkrankung hindeuten soll, sondern sind als eigenständige Schmerzerkrankung zu verstehen, die keine klar erkennbare Ursache hat.

Wie ich helfen kann

Schmerztherapie ist eines meiner wichtigsten Betätigungsfelder. Eine genaue Anamnese über die Entwicklung und Art der Schmerzen und aller bisherigen Maßnahmen ist zielführend. Auch kann ein Schmerztagebuch und Aufzeichnungen über bereits verwendete Medikamente hilfreich sein. Da von Seiten der Schulmedizin dem Problem „chronischer Schmerz“ wenig Bedeutung beigemessen wird, ist es mir umso wichtiger eine klare Hilfestellung anzubieten.

Ein spezielles EMDR-Behandlungsverfahren ermöglicht einem Großteil der PatientInnen, den Schmerz nicht mehr als psychische Belastung wahrzunehmen und auch die Schmerzintensität nicht mehr so stark zu spüren.

Auch mit sLORETA Neurofeedback kann man chronische Schmerzen behandeln.
Hierbei werden die elektrischen Aktivitäten der Gehirnareale, die Schmerzempfindungen verarbeiten, beeinflusst. Durch die Beeinflussung spezifischer Gehirnareale wird auch das Schmerzgedächtnis und die negativen affektiven Komponenten, welche Schmerz begleiten, verändert und in Folge dessen die Schmerztoleranz der Betroffenen erhöht. Dieses Vorgehen führt zu einer Minderung des Leidensdrucks. Viele PatientInnen berichten von einer neugefundenen Lebensqualität, welche eine normale Lebensführung ermöglicht.

Spezialgebiet Kopfschmerzen oder Migräne

Wenn Sie unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden, biete ich ein spezielles Kopfschmerz-Coaching an. Hier stehen Stressreduktion, Verhaltensänderungen, Veränderungen in der Ernährung, Bewegung, Entspannung und eventuell eine gezielte Medikation (in Absprache mit einem Facharzt) im Vordergrund. Mit diesem Coaching kann ich sie dabei unterstützen, Migräneattacken deutlich zu reduzieren und/oder deren Stäke zu vermindern.

 

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